Chance für Neubeginn rasch nützen: Ein internationales Gremium soll mit der Erarbeitung von Empfehlungen beauftragt werden.

Christian Keuschnigg ist als Chef des IHS zurück getreten. Das Institut steht nun ohne Konzept und ohne Plan für die unmittelbare Zukunft da. Diese Krise muss für einen Neubeginn genützt werden, so der Fortbestand des Instituts gesichert werden soll.

Es ist fünf vor Zwölf

Das IHS benötigt jetzt dringend die glaubhafte Zusicherung seiner Rettung durch den Bund. Reinhold Mitterlehner kann nun zeigen, wie wichtig ihm die Wissenschaft neben der Wirtschaft tatsächlich ist, und eine mittel- bis langfristige Finanzierungszusage machen. Nur so erhält das IHS die nötige Planungssicherheit. Andererseits sollte es nach dem Rücktritt Keuschniggs auch den SPÖ-Vertretern in Stadt und Arbeiterkammer wieder möglich sein, dem IHS ihre volle Unterstützung zukommen zu lassen.

Internationales Gremium soll konkrete Empfehlungen geben

Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sich zu überlegen, wie das IHS in Zukunft ausgerichtet sein soll. Das Kuratorium sollte ein hochrangiges internationales Gremium damit beauftragen, in den nächsten Monaten konkrete Empfehlungen zu liefern. Es bleibt nicht viel Zeit, bevor die guten Leute beginnen zu gehen. Das IHS lebt von der Qualität seiner Forscherinnen und Forscher. Sie bilden das Rückgrat des Instituts und sind für seinen Ruf verantwortlich.