Einer der Schwerpunkte meiner Arbeit als Stadtbeauftragter liegt darin, die Barrieren und Hemmnisse für internationale akademische Mobilität zu analysieren und mit der Stadt Wien an Lösungen zu arbeiten.

Forschung kennt keine Grenzen. Diesen Satz liest man häufig. Spitzenforschung und qualitätsvolle Bildung orientieren sich nicht an Grenzen, schon gar nicht an Landesgrenzen. Dementsprechend muss der internationale Wissenschaftsaustausch zu einer Selbstverständlichkeit werden, er ist ein notwendiger Bestandteil für nachhaltigen Erfolg. Sehr wohl werden jedoch der Mobilität von Forscherinnen und Forschern bzw. Studierenden Barrieren entgegen gestellt.

Selbstverständlich ist dieses Thema nicht unabhängig von bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen zu sehen. Das Fremdenrecht bleibt, was es ist: viel zu rigid. Wien ist unmittelbar betroffen, weil es mit der Vollziehung des Fremdenrechts betraut ist. Mit der seit 1. Juli 2011 in Kraft getretenen Fremdenrechtsnovelle wurde der Universitätszugang für Studierende aus Drittstaaten zwar erleichtert, jedoch gibt es aktuell immer noch viele Probleme. Einige davon konnten wir im Zusammenspiel von Universitäten, Fachhochschulen und der zuständigen Magistratsabteilung 35 lösen. Erste Ergebnisse konnte ich bereits im Sommer im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorstellen. Auch die Onlineausgabe der Zeitung “Der Standard” hat davon berichtet.

Doch die Arbeit geht weiter. Wenn wir im Rennen um die besten Köpfe mithalten wollen, müssen wir Barrieren abbauen statt uns hinter verschlossenen Türen zu verschanzen.