Studie: Regionale Wertschöpfungseffekte der Wiener Hochschulen

wertschoepfungEine neue Studie des Instituts für Stadt- und Regionalforschung beziffert die regionalen Wertschöpfungseffekte, die von den Hochschulen in Wien ausgelöst werden, mit fast 3 Milliarden Euro. Im Detail  beziffert die direkten Wertschöpfungseffekte, die die Hochschulen in Wien generieren, mit 2,3 Mrd. Euro jährlich. Dazu kommen indirekte und induzierte Wertschöpfungseffekte von konservativ geschätzten rd. 400 Mio. Euro.

Allerdings sind dabei zwei Dinge zu bedenken: Der „Wert“ der Hochschulen geht weit über die rein monetäre Wertschöpfung hinaus. Diese lässt sich schlicht am leichtesten quantifizieren. Zweitens sind die Hochschulen mit Ausnahme der privaten Universitäten und der FHs Bundessache. Dennoch tut Wien schon jetzt viel, um sie und Wissenschaft und Forschung insgesamt zu unterstützen. Mehr dazu demnächst im Jahresbericht 2013, der gewissermaßen das Gegenstück zur Studie bildet. Er befasst sich u.a. damit, was Wien für Hochschulen, Forschung und Wissenschaft tut. Trotzdem: Wien kann niemals die Versäumnisse des Bundes ganz ausgleichen!

Die Studie liefert wissenschaftliches Unterfutter für den Beleg der Bedeutung der Hochschulen für Wien. Die Schlussfolgerung, die sich daraus nur ableiten kann, ist diese Bedeutung entsprechend ernst zu nehmen. Würde ein Betrieb Wertschöpfungeffekte in dieser Höhe generieren, würde man sich wohl ganz anders um ihn bemühen.

Mehr Studierende als Berlin

Die beachtlichen Wertschöpfungseffekte sind vor allem auf die große Anzahl von Studierenden zurück zu führen, die in Wien leben. Dabei gilt es zu beachten, dass die Studie nur kaufkraftrelevante Ausgaben berücksichtigt (Ernährung, Kleidung, Mobilität, Kommunikation usw.), nicht jedoch Ausgaben für Wohnen (Miete etc.) und Studium an sich. In Wien leben 186.000 Studierende – das sind (absolut) mehr als in Berlin. Neben ihrem wirtschaftlichen Gewicht wirkt sich diese Hohe Zahl auch auf die demografische Struktur der Stadt aus. In der Alterskohorte der 19- bis 26-Jährigen der Gesamtbevölkerung Wiens ist knapp jeder bzw. jede Zweite (49,4%) an einer Wiener Hochschule inskribiert. Außerdem tragen sie beträchtlich zur Internationalisierung der Stadt bei, immerhin jede/r vierte Studierende/r hat eine ausländische Staatsbürgerschaft.

Mit diesen Eckzahlen wird deutlich, dass die Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten für Wien einen gewichtigen Wirtschaftsfaktor darstellen. Neben ihren exzellenten wissenschaftlichen Leistungen, ihrer Anziehungskraft auf junge internationale Menschen und auf Spitzenforscherinnen und -forscher sind sie damit eine tragende Säule für die gedeihliche Entwicklung der Hauptstadtregion.

Die Studie kann hier erworben werden